Sprachdiagnostik und Sprachförderung
in der Schule?
Das macht doch die Logopädie?
Sprachstörungen im Unterricht? Das macht doch die Logopädie? Moment, ganz so einfach ist es nicht. Denn alle Lehrkräfte haben die Pflicht, das Menschenrecht auf Bildung umzusetzen, das heißt, dafür zu sorgen, dass Teilhabe am Unterricht, auch unter erschwerten Bedingungen, möglich wird.
Diese erschwerten Bedingungen können entwicklungsbedingte oder erworbene Sprach-, Sprech-, Stimm-, Redefluss- oder Kommunikationsstörungen sein. Wenn also Kinder mit solchen Problemen Schwierigkeiten haben, im Unterricht mitzumachen, sei es beim Mitreden oder Verstehen, dann darf dies nicht bedeuteten, dass darauf gewartet wird, bis außerhalb des Unterrichts die Logopädie das Problem behoben hat, sondern es soll der pädagogische Anspruch erhoben werden, auch diesen Kindern das Mitreden und Verstehen im Unterricht zu erleichtern, und ihnen das Erleben erfolgreichen Sprachhandelns zu ermöglichen.
Aber dies ist keine Sprachtherapie, sondern inklusive Sprachbildung, die auf die individuellen Bedürfnisse und Probleme von Kindern mit Sprachbeeinträchtigung eingehen kann.
Was diese "Pädagogik bei Sprachbeeinträchtigungen" ist, sehen Sie hier:
Was ist eine Pädagogik bei Sprachbeeinträchtigungen? (7 min)
Dieses pädagogische Fachgebiet nutzt Fachwissen aus der Inklusiven Pädagogik, der Sonder- und Sprachheilpädagogik, um im Rahmen pädagogischer Sprachdiagnostik (z.B. durch Beobachtungen und Gespräche) zu ermitteln, wie der Unterricht (mit Materialien, Arbeits- und Sozialformen, der Lehrkraftsprache und spezifischen Methoden und Techniken) sprach- und kommunikationsfördernd gestaltet werden kann.
Was das bedeutet, sehen Sie hier:
E-Lecture "Sprachliche Teilhabe als Kern inklusiver Pädagogik" - Teil 1 (8 min)
E-Lecture "Sprachliche Teilhabe als Kern inklusiver Pädagogik" - Teil 2 (20 min)
Ziel ist dabei aber nicht eine klinische Heilbehandlung bei Sprachstörungen, sondern die sprachliche Teilhabe, um Lern- und Bildungsprozesse zu ermöglichen. Es stehen dabei also eher kognitive und sozial-emotionale Aspekte bei der Förderung im Mittelpunkt.
Was dies heißt, sehen Sie hier:
Shortcuts for beginners - und Interessierte: Spracherwerb und Sprachförderung (20 min)
Lehrkräfte können sich sonderpädagogisch spezialisieren, um dabei dann aber auch auf die ganz unterschiedlichen Probleme, die sich linguistisch zeigen, fördernd einzugehen. Dafür ist in Spezialisierungs-Lehrveranstaltungen für diese angehenden Lehrkräfte Fachwissen nötig, das dann auch die Bereiche der Sprachheilpädagogik und Linguistik berührt.
Und wie die Umsetzung dieses Spezialwissens in der Förderung aussehen kann, erfahren Sie hier:
Modellierungstechniken (Material der Ludwig-Maximilians-Universität München) (4 min)
Lehrkraftsprache (Material der Ludwig-Maximilians-Universität München) ( 7 min)
Pädagogik und therapeutisch arbeitende Logopädie arbeiten also manchmal mit ein- und denselben Kindern mit manchmal sehr ähnlichen Zielen, aber unterschiedlichen Methode.
Was genau die Unterschiede sind, erfahren Sie hier:
E-Lecture "Spracherziehung, Sprachbildung, Sprachförderung - Was ist was?" (28 min)
Und hier bekommen Sie einen Eindruck, wie und wo Lehrkräfte in Oberösterreich dieses Wissen erhalten können, um später mit Ihnen gut zusammenarbeiten zu können:
Inklusiver Förderschwerpunkt Sprache an an der PH OÖ (2 min)
Wenn Sie mehr Fragen zum Thema haben, wenden Sie sich an unsere "Chatbot-Beratung": Dr. DIAL0GA und Dr. DIAL0GIS helfen Ihnen zu pädagogischen Fragen bei Sprachbeeinträchtigungen jederzeit gerne weiter: Chatbot-Beratung | Praxis Sprache inklusiv