Pädagogik bei Sprachbeeinträchtigungen

Mit geeigneten B.Ed.- und M.Ed.-Studiengängen können sich heutzutage angehende Lehrkräfte auf die inklusive Pädagogik bei Sprachbeeinträchtigungen spezialisieren und sich Wissen und Handwerkszeug aneignen, um Schülerinnen und Schüler mit Sprachstörungen die Teilhabe am Unterricht zu erleichtern, insbesondere bei mündlichen Leistungsanforderungen. Im vergangenen Jahrhundert gab es insbesondere in Deutschland und Österreich so genannte Sprachheilpädagoginnen und Sprachheilpädagogen, die, ähnlich wie die Logopädie, besondere, therapie-ähnliche Maßnahmen umsetzten, die aber oft neben oder außerhalb des laufenden Unterrichtsgeschehens stattfanden. Diese Berufsgruppe gibt es an den Schulen formal heute nicht mehr. Das Schulsystem sieht eine solche Berufsbezeichnung seit vielen Jahren nicht mehr vor. Spezialisierte Lehrkräfte mit Wissen über Spracherwerb, Sprachauffälligkeiten und Sprachförderung achten aber heute darauf, dass die sprachliche Handlungsfähigkeit von betroffenen Schülerinnen und Schülern während des Lernprozesses im Unterricht gefördert wird. Dafür müssen sie eng mit anderen Lehrkräften in den Unterrichtsfächern, aber auch mit Eltern und der Logopädie zusammenarbeiten. 

Der Arbeitsbereich Pädagogik bei Sprachbeeinträchtigungen im Institut für Inklusive Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich bearbeitet in Lehre und Forschung aktuelle Fragestellungen in den Bereichen der Sprachbildung, Sprachförderung und sprachpädagogischer Diagnostik und Didaktik in inklusiven Kontexten. Unter Berücksichtigung der und in Kooperation mit verschiedenen Bezugsdisziplinen wie Entwicklungspsychologie, Soziologie, Medizin und Linguistik werden in der Forschung grundlagen- und anwendungsbezogene Fragestellungen theoretisch und empirisch bearbeitet. In der Lehre reicht das Themenspektrum von der Didaktik sprachlicher Bildung und Angeboten zu allgemeinen erziehungs-wissenschaftlichen und pädagogischen Konzepten und Methoden bei Entwicklungsschwierigkeiten der Erstsprache bis hin zu spezifischen diagnostischen und sprachheilpädagogischen Fragestellungen in schulischen Kontexten.

Die Forschungsstelle Sonderpädagogik, Sprache und Inklusion (fossi) ist eine Arbeitsgruppe im Arbeitsbereich an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich und redaktionell für "Praxis Sprache - inklusiv" verantwortlich. 

In der fossi werden zu den genannten Fragestellungen Projekte umgesetzt sowie Informationen, Materialien und Publikationen zusammengetragen, analysiert, vorgestellt oder erstellt. 

Formaler Herausgeber der "Praxis Sprache - inklusiv" ist der gemeinnützige Verein I-FOSSI e.V. (ZVR-Zahl: 212574729), der die fossi unterstützt.

Stichwort: Pädagogik bei Sprachbeeinträchtigungen heute (fachwissenschaftlicher Text)
Stichwort: Kooperation (fachwissenschaftlicher Text)
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Stichwort: Inklusion (fachwissenschaftlicher Text)
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